Energieeinsparung und neue Innovationen in Himmelkron
OPEG auf neuen Wegen

Diesmal trafen sich die Erfinder im tiefsten Oberfranken in der innovativen Frankenfarm bei Himmelkron. Frankenfarm, das klingt ja fast so als ob dort die Franken gezüchtet würden. Nein Nein, es ist eine total geniale Idee um die ehrlichen Produkte der Bauern dort zu vermarkten und trotzdem damals die Frankenfarm direkt an die Autobahn gebaut wurde und trotz dem die Autobahn dann kurz darauf tatsächlich abgebrochen und verlegt wurde, ja trotzdem besteht die Frankenfarm weiterhin und boomt ohne Ende.Schon lange arbeiten hier Landwirte und Unternehmer Hand in Hand um ihre Produkte an die Bevölkerung zu bringen. Innovative Aktionen wie „All you can eat“ , Haxenabende oder Buffet-Essen werden hier richtig und mit tollen Lebensmitteln zelebriert. Grund genug, daß sich die OPEG einmal vor Ort genauer umsehen wollte.

OK, frisch angekommen setzten sich die ersten Leute vom Erfinderverein um 11 Uhr an einen Tisch im Erdgeschoß. Schon nach kurzer Zeit war das Erdgeschoß voll besetzt mit Gästen. Der Geräuschpegel stieg von Minute zu Minute. Als die letzten angesagten Erfinder eingetroffen waren wurde kurzerhand entschieden in den ersten Stock umzuziehen. Dort war der Geräuschpegel – zumindest innerhalb der nächsten Stunde wesentlich geringer – ja ehe sich auch der erste Stock total füllte.

Nach der Begrüßung berichtete Dieter Roßner von seiner am Wohnmobil installierten Photovoltaik-Folie die mit 100 Watt ausreichend erscheint, zum Erhalt der Batteriespannung, die trotz Standheizung öfters beansprucht wurde. Er konnte damit ein Problem lösen weil eine laufende Standheizung die Batterie zu stark belastet und wenn das Fahrzeug nicht bewegt wird , also der Motor nicht läuft sich zu schnell entleert.

Kollege Matthias Bräunig war wieder einmal beim TÜV in Hof zur Patentberatung. Die Einrichtung entspringt der früher dort ansässigen LGA also Landesgewerbeanstalt. Bräunig war begeistert von der Hilfsbereitschaft der Profis dort.  Berater Harald Rietsch hat sich mit ihm bestens auseinandergesetzt und sogar eine Art Rechercheformel mit ihm entwickelt welche das selber suchen nach bereits geschützten Patenten und Gebrauchsmustern bei Depatisnet enorm vereinfacht. Es wurde vereinbart, daß sich ein Arbeitskreis des Erfindervereins ab sofort um einen engeren Kontakt bemühen wird.

Mitglied Dieter Roßner berichtete dann im Anschluß über einen Hersteller von Isolierplatten für Bautenisolation, welcher kostenlos Restabschnitte etc. abgibt – ein Traum für jeden Tüftler. Für verschiedene neue Ideen auf dem Energie- Erzeugungssektor konnte er dort Isolationsmaterial bekommen.

In einer Mühle in unserer Gegend wurde eine neue große Garage, also eher mit Hallencharakter besichtigt. Der Besitzer war ganz begeistert von der neuen Sandwich Bautechnik. Diese wurde aus großen Elementen aufgeschichtet und dann mit Beton ausgegossen. Da offenbar im Verein Interesse daran bestand wird demnächst ein Begehungstermin vereinbart.

Das Thema Energieverbrauch und Wasserbeförderung und die enormen Energieaufwendungen dafür ließen das Thema Wasser befördern und pumpen in neuem Licht erscheinen. Dabei kam ein Mitglied auf den Gedanken mit der alten Technik des hydraulischen Widders. Auf Youtube können einige Beispiele betrachtet werden. Ohne eine elektrische Pumpe wird heute kaum mehr Wasser befördert. Wenn ein Bach in der Nähe ist benötigt man dazu nur einen hydraulischen Widder. Qualitativ hochwertig hergestellt pumpt ein solcher über Jahrzehnte vollkommen ohne weitere Energiezufuhr ununterbrochen Wasser auch in große Höhen im Gebirge.
In der Nähe von Salzburg gibt es ein Freilandmuseum, welches seine künstlich angelegten Bachbette, Kanäle und Gräben alle mit einem alten hydraulischen Widder befüllt und sogar die Mühle dort wird mit Wasser aus dem Graben betrieben, der wiederum das Wasser über den hydraulischen Widder bezieht.

Peter Murr hatte auch einiges im Gepäck: Eine App mit der man Visitenkarten abfotografieren (Office Lens Apple iOS / Android) und mit Know Hoff verwalten und ablegen kann.
Ein weiteres Programm läßt jede Frau und jedermann ganz einfach Fotos abscannen.
Also eigentlich abfotografieren aber durch besonderes Know How werden die Fotos allerfeinst übernommen. Kinderleicht werden damit Fotos aus Alben oder von Wänden oder wo auch immer diese sich grade befinden, einfach abfotografieren, intelligent belichtet, ausgerichtet und abgespeichert. Das Besondere daran ist, dass Reflektionen, die normalerweise beim Abfotografieren auftreten automatisch durch die Software entfernt werden!
Zusätzlich gab er in einem Einzelgespräch den Hinweis auf das Programm LastPass, mit dem man auf allen Geräten (PC/Smartphone) seine Passwörter zentral verwalten kann. Die Passwörter werden verschlüsselt in der Cloud gespeichert und nur lokal entschlüsselt. Diese Variante mag zunächst für den einen oder anderen gefährlich klingen, allerdings ist das System dokumentiert und von Sicherheitsexperten auditiert worden. – Der große Vorteil ist, man kann nun für jede Webseite ein eigenes, komplexes Passwort nutzen und nicht (wie vermutlich viele) immer und überall das gleiche (möglicherweise wenig komplexe) Passwort. Wenn man überall unterschiedliche, komplexe und nicht erratbare Passwörter verwendet, ist man auch davor gefeit, dass durch den Hack eines einzelnen Dienstes Angreifer Zugriff auf alle Dienste haben! – LastPass erhöht die Sicherheit und ist in der Standardversion kostenlos!

Es gab auch Einzelgespräche zwischen Mitgliedern und Erfindern die mit Ihren Ideen noch nicht wirklich an die Öffentlichkeit gehen wollen. Auf jeden Fall war das Treffen wieder wirklich sehr interessant.

Sogar bei dem Verlassen der FrankenFarm konnte noch etwas sehr praktisches angeschaut werden. Dieter Roßner nennt ein VielzweckAuto aus China sein eigen. Es sieht aus wie ein kleiner LKW mit Ladefläche hinten. Direkt auf die hintere Ladeklappe hat er eine bewegliche Walze verbaut. An die eine Seite kann man eine Kurbel stecken und an der Walze ist eine stabile Plane befestigt, welche auf der Ladefläche hinten ausgelegt ist.

Befüllt er nun die Ladefläche z. B. mit Sand, dann öffnet er zuhause angekommen die hintere Ladebordwand und klappt sie dann gemeinsam mit der daran befestigten Walze nach unten. Die Bordwand wird dann noch mit einer steckbaren Stange befestigt und dann kurbelt er die Folie mit der Walze auf. Die Plane zieht nun den darauf abgeladenen Sand nach hinten und der fällt hinter seinem Fahrzeug nach unten, ganz ohne Kipper, Motor oder sonstige Hilfen. Das nächste Treffen findet Ende September / Anfang Oktober statt.